Test- und Einstellfahrt zur Langstreckenmeisterschaft 2010 auf dem Nürburgring
Nach 140 sibirisch kalten Wintertagen ohne Motorsport hatte das lange Warten für alle Motorsportverrückten ein Ende. Eine Woche nach Start der Formel 1-Saison in Bahrain nun endlich wieder Nürburgring, Motorengeräusche und die Hatz nach schnellen Rundenzeiten. Sechs Stunden war die Grand Prix Kurzanbindung inklusiver kompletter Nordschleife zum Testen geöffnet. Bei anfänglich nassen Streckenverhältnissen haben die Stammfahrer Roland Botor und Michael Eichhorn aus Mönchengladbach sich permanent abgewechselt den Rennboliden, ein BMW E 46 325i, um die Nürburg zu fahren.
. Der dritte im Bunde, Teamchef Frank Aust aus Rietberg, verlängerte seine Winterpause noch um eine Woche und lies seinen beiden Mitstreitern den Spaß am pilotieren des Renners. Am Streckenabschnitt Breitscheid musste man wegen einer noch nicht fertig gestellten Baustelle mit gefühlten dreißig Kilometer pro Stunde vorbeifahren. Roland Botor machte sich einen Gag daraus und nutzte die Absperrung als Slalomparcours. Sehr zur Erheiterung der Streckenposten. Vorrangig ging es um das Erlangen eines Gefühls für das Fahrzeug und für die anspruchsvolle Strecke. Rundenzeiten standen hinten an. Zweimal musste die Test- und Einstellfahrt kurzzeitig abgebrochen werden. Auf regennasser Fahrbahn waren Fahrzeuge verunfallt. Die schnellste Runde in den sechs Stunden fuhr Michael Eichhorn zum Schluss auf der mittlerweile fast abgetrockneten Strecke. Mit einer Zeit von 10:39 Minuten knüpfte man zwar noch nicht ganz an die Vorjahresergebnisse an, aber man war ja auch heute nicht angetreten um die schnellste Zeit zu fahren. Ziel muss es aber sein permanent unter zehn Minuten zu kommen. Das erste VLN-Rennen folgt in einer Woche. Neben der VLN auf dem Nürburgring startet das Motorsportteam Aust auch beim Seat-Leon-Supercopa im Rahmen der DTM mit Roland Botor. Das gesamte Team freut sich auf den Doppeleinsatz. Und zur Krönung des Ganzen startet man wieder im Mai beim Nürburgring-Klassiker 24-Stunden-Rennen. „Gentlemen, start your engines“.
Verfasser: Oliver Kollek