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Boulevard

Boulevard: Cinema for Peace 2012

Einsatz für Gerechtigkeit durch Filme

Jubiläumsgala von Cinema for Peace war ein herausragender Erfolg / Regiedebüt von

Angelina Jolie „In the Land of Blood and Honey” erhielt Auszeichnung als Most Valuable

Movie of the Year und Honorary Award.

„Filme und Dokumentationen haben einen bedeutenden Einfluss auf die Einhaltung der

Menschenrechte und unterstützen uns im Kampf gegen Krieg und Völkermord. Die Welt verändert sich

rasant und Filme erklären uns diese Veränderungen”, betonte Luis Moreno-Ocampo, Chefankläger des

Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, bei der Eröffnung der Cinema for Peace Gala im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin.

Dies war eine der zentralen Botschaften der Cinema for Peace Gala, die am 13. Februar 2012

stattfand. Auch in diesem Jahr wurden auf der Veranstaltung wieder herausragende Filme aus aller

Welt ausgezeichnet, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen, Krieg und Völkermord sowie für

Gerechtigkeit und Pressefreiheit aussprechen. Angelina Jolies Anti-Kriegsfilm

„In the Land of Blood

and Honey”

gewann gleich zwei Auszeichnungen: Ihr Regiedebüt wurde zum Most Valuable Movie

of the Year

gewählt. Gemeinsam mit den Schauspielern erhielt sie außerdem den Cinema for

Peace Honorary Award for Opposing War and promoting reconciliation

. Die Gala fand unter der Schirmherrschaft von Seiner Heiligkeit, des XIV.

Dalai Lama statt.

Die Jury hat anspruchsvolle Filme ausgewählt und ausgezeichnet, die verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Aufmerksamkeit auf Länder zu lenken, in denen Menschenrechte immer noch mit Füßen getreten werden. Cinema for Peace werde deshalb auch Zukunft die Macht von Filmen nutzen, um auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. 600 Gäste und eine große Anzahl internationaler und deutscher Stars nahmen an der Gala teil und unterstützten so die Arbeit von Cinema for Peace.

Dr. Mohamed ElBaradei

, der frühere Direktor der International Atomic Energy Agency (IAEA), und Friedensnobelpreisträger (2005), überreichte als Vorsitzender der Cinema for Peace Jury 2012 den Cinema for Peace Award für den Most Valuable Movie anAngelina Jolie. Ihr Film „In the Land of

Blood and Honey” erzählt die Geschichte eines Serben und einer Muslimin, die, nachdem sie sich kennengelernt haben, nach Ausbruch des Bosnienkriegs plötzlich auf verschiedenen Seiten der Front stehen. Der Serbe wird Soldat, das muslimische Mädchen endet als seine Gefangene. „Der Film dokumentiert ausführlich die Geschichte des Krieges und die verschiedenen furchtbaren Situationen, welche die Häftlinge erleiden mussten“, hob ElBaradei in seiner Laudation hervor. Angelina Jolie betonte: „Ich habe diesen Film gemacht, weil ich hoffe, dass mehr Menschen aufstehen und versuchen, die Dinge zu ändern.“ Sie würdigte besonders die Schauspieler des Films, die aus serbischen, kroatischen, slowenischen und bosnischen Akteuren bestehen. „Ihr Land, ihre Geschichte und ihre Frauen sind bewundernswert“, sagte sie an die Schauspieler gewandt.